Hemsbacher Judoka beim ITG in Sindelfingen

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Am vergangenen Woche fand in Sindelfingen das „Internationale Turnier im Glaspalast“ (ITG) für alle Altersklassen statt, welches mit mehr als 1800 Teilnehmern aus 22 Nationen und über 200 Vereinen zu den größten Judoturnieren in Europa zählt.
Auch der Budo Club Hemsbach war bei diesem Mega-Event mit vier Startenden vertreten: Danny Nedza (-25kg) und Kaito Heberlein (-34kg) starteten in der Alterklasse U11 (Jahrgänge 2012 und 2013), Latika Volk (-63kg) und Phillipp Semke (-50kg) in der Altersklasse U15 (Jahrgänge 2009 und 2010).
     
Den Anfang machten an diesem Tag Danny Nedza bei den Jüngsten in der U11. Auf seinem dritten Turnier traf Danny gleich auf den späteren Erstplatzierten aus Osnabrück. Trotz verbissener Gegenwehr geriet Danny Im Bodenkampf in einen Haltegriff, aus dem es leider kein Entrinnen mehr gab.
Im zweiten Kampf machte Danny bei seinem Gegner aus Weilheim von Anfang Druck und kämpfte im Boden sehr gut mit. Leider marschierte er dabei etwas zu voreilig nach vorne, was sein Gegner ausnutzte, um ihn mit einem  Körperwurf („Tai-otoshi“) zu kontern.

Kaito Heberlein startete in der mit 33 Teilnehmern stark besetzten Gewichtsklasse bis 34kg. Gegen seinen ersten Gegner aus der Schweiz konnte er mit seiner Spezialtechnik „Tai-otoshi“ (Körperwurf) links in Führung gehen, und bekam im weiteren Kampfverlauf durch eine Umdrehtechnik am Boden seinen Gegner in den Haltegriff, aus dem dieser sich nicht mehr befreien konnte.

Im zweiten Kampf versuchte Kaitos Gegner diesen mit einer Einhängetechik zu werfen, doch Kaito wusste diesen Wurfversuch mit einer großen Innensichel („O-uchi-gari“) zu kontern, womit dieser Kampf innerhalb weniger Sekunden zu Kaitos Gunsten entschieden war.

Im dritten Kampf über die fast komplette Kampfzeit dominierte Kaito seinen Gegener zwar im Boden und schaffte es im Stand – leider ohne Wertung  – ihn nach hinten zu kontern, lief aber zweimal in dessen Spezialkombination (Körperwurf – Außensichel), so dass er den Kampf am Ende leider abgeben musste.

Im vierten Kampf traf Kaito gegen auf einen altbekannten Widersacher und einen der Favoriten aus Karlsruhe. Kaito versuchte von Anfang an die Initiative zu übernehmen, sein Gegner konterte Kaitos Angriffe aber zweimal erfolgreich und konnte so den Kampf für sich entscheiden.

Latika Volk ging nach ihrem Gewichtsklassenwechsel erstmals bis 63 kg international an den Start. Nach einem Freilos musste sie gegen eine Kontrahentin aus Frankreich antreten, gegen die sie im Vorjahr noch das Nachsehen hatte. Dieses Mal war es jedoch ganz anders. Latika stand stabil und brachte ihre Gegnerin zu Boden. Am Boden drehte Latika die Französin in einen Haltegriff, der ihr den Sieg einbrachte. 

Im Halbfinale stand Latika eine Internatsschülerin aus Potsdam gegenüber. Latika verkaufte sich teuer jedoch war die Potsdamerin am Ende technisch überlegen. 

Im Kampf um Platz 3 machte Latika im Stand alles richtig, geriet jedoch durch eine kleine Unaufmerksamkeit in einen Haltegriff. Trotz vehementer Versuche diesen zu lösen, gab es kein Entrinnen. Mit einem 5. Platz bei diesem internationalen Turnier, kann man den Gewichtsklassenwechsel dennoch als gelungen ansehen. 

Philipp Semke startete in der mit 34 Teilnehmern sehr vollen Gewichtsklasse bis 50 kg. Im ersten Kampf dominierte Philipp über seine Physis und machte es dem Gegner so richtig schwer. Trotz athletischer Vorteile konnte Philipp keine Wertung erzielen. Am Ende siegte er strategisch über Strafen, da sein Kampfstil den Gegner passiv aussehen ließ. 

Im zweiten Kampf stand Philipp ein alter Bekannter gegenüber. Einige Male hatten die beiden das Vergnügen miteinander und immer hatte Philipp das Nachsehen. Heute war dies leider nicht anders, wobei das Bild des Kampfes ein anderes war als sonst. Man merkte Philipps Verbesserung an, da sein Gegner heute deutlich mehr zu kämpfen hatte als sonst. Am Ende des Tages bedeutete es für Philipp aber dennoch die Trostrunde. 

In der Trostrunde traf Philipp auf einen hektisch kämpfenden Niederländer. Philipp brachte über seinen Griff Ruhe in den Kampf und zeigte gute Aktionen. Am Boden gelang Philipp fast der Sieg über einen Armhebel. Kurz vor Schluss überraschte der Niederländer Philipp und schnappte ihm den Sieg davon. 

Auch wenn das Resultat den Kampf nicht immer widerspiegelt, so muss man im Judo manchmal unglückliche Niederlagen einstecken. Dennoch zeigt sich Trainer Dominik Riedel zuversichtlich angesichts der gezeigten Verbesserungen der Hemsbacher Judoka.