U12 Bezirksmeisterschaft in Karlsruhe

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Osner und Volk qualifizieren sich für die Landesmeisterschaft

Nachdem sich die Hemsbacher Judoka der u12 Sophia Osner, Latika Volk und Philipp Semke bereits ein paar Wochen zuvor bei den Kreismeisterschaften in Mannheim qualifizierten, ging es am Samstag weiter zur Bezirksmeisterschaft nach Karlsruhe.

In der Gewichtsklasse bis 30 kg startete Sophia Osner ihren ersten Kampf des Tages. Ihre erste Gegnerin vom JC Elchesheim hatte es schwer gegen den starken Griff von Sophia. Die Hemsbacherin setzte sich durch und versuchte einen Seoi-otoshi (Eindrehtechnik) anzusetzen, leider gelang es der Gegnerin dagegen zu blocken und Sophia auf den Bauch zu befördern. Die beiden lieferten sich einen spannenden Kampf, wobei die Gegnerin sogar eine Bestrafung für Passivität bekam. Nach zwei Minuten Kampfzeit hatte keiner der beiden eine Wertung. Somit mussten die Kampfrichter gegen Sophia entscheiden, da sie zwar aktiver war, die Gegnerin jedoch einmal geschafft hatte sie zu Boden zu bringen.

Da es sich um das System „jeder gegen Jeden“ handelte hatte Sophia noch weitere vier Kämpfe in denen sie alles versuchte um Ihre Spezialtechnik bei den Gegnerinnen durch zu setzen. Bei den Kreismeisterschaften hatte sie noch bis 28 kg gekämpft und nun merkte man, dass 2 kg Unterschied eine enorme Herausforderung sind. Doch sie setzte ihre gesamte Kraft ein und wurde am Ende mit dem 5. Platz und der Qualifikation zur Landesmeisterschaft belohnt.

Als nächstes ging Latika Volk bis 40 kg an den Start. Auch bei Ihr hieß es „jeder gegen jeden“. Direkt zu Beginn hatte sie das schwere Los und durfte gegen die spätere 1. Platzierte kämpfen. Sie ließ sich nicht einschüchtern und bot der Gegnerin vom PS Karlsruhe die Stirn. Die Beiden waren gleich auf, doch dann setzte die Gegnerin einen Uchi-mata (Schenkelwurf) an und Latika schaffte es nicht ganz aus der Technik auszusteigen, da gelang es der Kontrahentin Latika am Boden fest zu halten und somit musste sie sich knapp geschlagen geben.

Der zweite Kampf ging um so flotter. Kaum auf der Matte und schon lag die Gegnerin des BC Karlsruhe am Boden. Ippon (voller Punkt) für Latika, die einen wunderschönen O- Goshi (Hüftwurf) gemacht hatte. So konnte es weitergehen. Doch dann kam ihre Kontrahentin aus dem JC Sinzheim, die Latika schon von früheren Begegnungen kannte. Keiner der Beiden ließ locker, doch am Ende hatte die Gegnerin die Nase vorne und gewann diesen Kampf.

Dies spornte Latika nur noch mehr an. Und wieder ging sie gegen jemanden vom BC Karlsruhe auf die Matte. Nach kurzem Griffkampf setzte Latika einen Hüftwurf (O-goshi) an und die Gegnerin musste sich geschlagen geben. Ippon für Latika. Jetzt stand nur noch ein Kampf aus und Latika noch voller Energie vom vorigen Sieg, ging in den Kampf gegen eine Gegnerin vom PS Karlsruhe. Innerhalb von 6 Sek. setzte Latika einen O-soto-otoshi (Fußtechnik) an und bekam Ippon.
Diese tolle Leistung wurde mit dem 3. Platz belohnt und somit darf auch sie zur bevorstehende Landesmeisterschaft fahren.

Schließlich ging Philipp Semke, in der Altersklasse u12 männlich, an den Start. Hier kämpfte Philipp in der Gewichtsklasse bis 31 kg, die mit Abstand am stärksten besetzt war mit 15 Teilnehmern. Für Philipp der sein zweites Turnier überhaupt bestritt, zunächst ein Schock. Doch das ließ er sich bei seinem ersten Kampf nicht anmerken. Der Gegner vom PS Karlsruhe hatte Schwierigkeiten gegen den Griff von Philipp anzukommen, doch nach einem O-goshi Ansatz (Hüftwurf) bekam der Gegner einen Wazari (halber Punkt) den Philipp leider nicht mehr aufholen konnte und somit diesen Kampf abgeben musste.

Unbeeindruckt ging Philipp in seinen zweiten Kampf gegen einen Kämpfer des JSC Heidelberg. In diesem Kampf setzte Philipp schöne Beintechniken an, mit eine dieser gelang es ihm den Gegner zu Boden zu ringen und ihn anschließend fest zu halten, leider klammerte dieser sein Bein und somit konnte er den Kampf nicht vorzeitig beenden. Die Punkte reichten jedoch am Ende für den Sieg. Kaum zu glauben, dass er erst ein halbes Jahr Judo macht!

Der dritte Kampf ging gegen einen erfahrenen Kämpfer vom BC Karlsruhe. Aber auch hier zeigte Philipp, was er kann und kämpfte über die komplette Kampfzeit. Zum Schluss mussten die Kampfrichter entscheiden, da keiner der beiden eine Wertung hatte. Leider fehlte ihm das Quäntchen Glück und er musste den Kampf abgeben.

Am Ende des Tages reichte es in solch einer großen Gruppe leider nicht für das Treppchen und die Qualifikation. Doch Philipp konnte seine ersten Erfahrungen sammeln und wir werden mit Sicherheit in Zukunft noch öfter über ihn berichten.

Die Trainerin Seline Henn ist mächtig stolz auf die drei, die einmal mehr gezeigt haben was sie können.

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