Von Freitag den 24.06.26 bis Sonntag den 26.06.26 fand das Maxi-Camp mit abschließender Gürtelprüfung im Budo-Club Hemsbach statt. An diesem dreitägigen Trainingslager nahmen 17 junge Judoka teil.
Das Camp startete mit einer Eröffnungseinheit, bei der die wichtigsten Standaktionen für die bevorstehende Gürtelprüfung trainiert wurden. Im Anschluss stand das Abendessen an. Die jeweiligen Mahlzeiten wurden von den Teilnehmern selbst hergerichtet. Frisches Gemüse wurde zum Verzehr geschnippelt, ein Brotkorb wurde zusammengestellt, Wurst- und Käseplatten wurden hergerichtet, der Tisch wurde eingedeckt und hinterher wurde alles auch wieder abgeräumt und das Geschirr gespült. Das gemeinsame Essen vorbereiten schweißt zusammen, wie die Trainer Celine Seifert und Dominik Riedel finden.
Am Abend stand ein Fußballturnier auf dem Programm. Hier wurden vier Teams zusammengelost und eine Mini-WM gespielt. Beim gemeinsamen Wetteifern und Mitfiebern konnten die Emotionen herausgelassen werden. Schließlich ging es ans Nachtlager richten. Das Team nächtigte in Schlafsäcken und Schlafmatratzen auf der Judomatte und tankte so Energie für den nächsten Tag.
Am Samstag stand ein volles Programm an. Nach dem Aufstehen und Nachtlager verräumen, wurde gefrühstückt und anschließend Theorie-Unterricht gemacht. Ziel des Theorie-Unterrichts war die japanischen Techniknamen zu vermitteln. Die japanischen Techniknamen sind Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite macht es die Einheitlichkeit möglich weltweit die gleiche Sprache im Judo zu sprechen. Umgekehrt erfordert es, dass alle Kinder ein wenig japanisch lernen müssen. Das dieses Vokabellernen nicht jedem leicht fällt, ist nur logisch. Dennoch ist es die Aufgabe der Trainer dieses Problem zu lösen. Hierfür wurden zwei Dinge gemacht. Zum einen wurde für die Standtechniken ein Pantomime-Spiel gespielt. Jeder Teilnehmer demonstrierte stillschweigend und ohne Partner eine Wurfbewegung und die anderen Teilnehmer mussten erraten um welche Bewegung es sich handelte. Auf diese Weise konnten die Trainer zudem erkennen wie es um die Bewegungsvorstellung der Kinder steht. Als zweites wurde ein Bewegungsmemory gespielt. Hierbei bekamen die Sportler jeweils einen Zettel in die Hand gedrückt, auf der wahlweise der Name eines Haltegriffs stand oder die Situation aus welcher dieser ausgeführt wird. Die Kinder mussten im ersten Schritt ihren passenden Partner finden, die Bewegung dann gemeinsam üben und als letztes der Gruppe vorführen. Davon wurden insgesamt drei Runden gemacht. Die viele Wiederholung der Namen war erfolgreich zeigten sich die Trainer erfreut. Nach der Theorie folgte die Praxis.
In einer zweistündigen Einheit wurde weiter am Basisschliff der Techniken gearbeitet. Zur Stärkung folgte das Pizzaessen zu Mittag. Als alle gekräftigt waren ging es auf die Fahrräder. In jedem Camp gibt es ein kleines Event. In diesem Jahr wurde mit den Rädern nach Weinheim gefahren, um dort Minigolf zu spielen und Eis zu essen. Den Trainern ist es wichtig, während des Camps, die Judohalle zu verlassen und mit der Gruppe Teambuilding außerhalb zu betreiben. Dafür war der Ausflug ideal. Nach rund drei Stunden Outdoor-Aktivität kam die Gruppe wieder in der Halle an. Bevor es zum Abendessen ging wurde nochmal eine einstündige Kurzeinheit absolviert. Nach dieser war das Abendessen mehr als verdient. Verständlicherweise sind alle Beteiligten am zweiten Abend müde und brauchen daher eher etwas Ruhiges. Aus diesem Grund wurde der DVD-Abend eingeführt. Hier können alle bei einem humorvollen Film entspannen und Snacks knabbern ehe es später am Abend zu Bett geht.


Am letzten Tag steht das große Aufräumen, Frühstücken, die Abschlusseinheit und die Gürtelprüfung auf dem Plan. Viel zu tun für wenig zur Verfügung stehender Zeit. Mit guter Organisation und super Teamwork konnte jedoch alles effizient erledigt werden. Später traten dann noch 12 der 17 Judoka zur Gürtelprüfung an und zeigten sensationell gute Leistungen. Neue Graduierungen erlangten: Dominik Pörtner, Noah Embach, Leyla Jovinda (gelb), Pablo und Diego Mendoza Tehrani (beide gelb-orange), Luka Riedel, Ben Hördt, Jonas Herrmann, Anni Kratkai (alle orange), Lorena Augustin (orange-grün), Marie Hein (grün) und Kaito Heberlein (blau).

