Am 11.07.26 stand beim der BC Hemsbach der Vielseitigkeitstest auf dem Plan. Hierbei kann der Nachwuchs sein Können in unterschiedlichen Bereichen unter Beweis stellen. Im BCH wird analog zu den Trainingsgruppen -Minis, Midis, Maxis- je eine differenzierte Testung durchgeführt.
Die Mini-Testung (4-6 Jahre) besteht aus drei Bereichen. Koordination stellt den ersten Bereich dar. Hier werden drei Tests durchgeführt. Zuerst wird die Ausführung bei Hampelmann-Sprüngen bewertet. Hierbei lässt sich gut erkennen, wie es um die Kopplungsfähigkeit und den Umgang mit Organisationsdruck steht.
Als zweites wird das Stehen auf einem Bein geprüft. Die
Gleichgewichtsfähigkeit ist eine grundlegende Qualität im Bereich der Koordination und für Judoka
von entscheidender Bedeutung.
Abschließend wird die Ausführung des Purzelbaums bewertet.
Turnübungen haben einen hohen Übertrag auf Judo und sind daher besonders aussagekräftig.
Der zweite große Bereich ist Kraft. Wie die Trainingswissenschaft zeigt, kann in allen
Altersgruppen Krafttraining vollzogen werden. Lediglich die Art und Weise unterscheidet sich. Für
junge Judoka ist die Kraft im Rumpf, in den Unterarmen und im Nacken zu fördern. Beim Vielseitigkeitstest wird zum einen getestet wie lange in Rückenlage der Kopf angehoben und gehalten werden kann. Zum anderen wird gemessen wie lange die Kinder an einem Seil im Hang hängen können. Die beide Ergebnisse zusammen geben ausreichend Auskunft über die momentanen Kraftfähigkeiten der jüngsten.
Der letzte Testungsbereich ist die Judo-Technik.
Hierbei wird einmal eine Fallübung zur Prävention von Sturzverletzungen abgeprüft und zum
anderen ein Angriff gegen die Bodenposition „Bank“. Mit diesen sieben einfachen Tests kann
schnell ein Bild gewonnen werden wie es um den Ausbildungsstand der Minis bestellt ist. An
dieser Testung nahmen Valerie Schädler, Nia Rehpenning, Emanuele Laurendi und Nico Romero
teil. Die vier Judoka zeigten gute Leistungen und ergatterten zwischen 19 und 22 von 28 Punkten.
Parallel zur Mini-Testung läuft die Midi-Testung (6-9 Jahre) ab. Auch hier werden die zuvor
beschriebenen Bereiche -Koordination, Kraft und Judo- geprüft. Im Bereich Koordination wird
dabei auf vier Turnübungen zurückgegriffen. Bewertet wird die Ausführung von der Rolle vorwärts,
der Rolle rückwärts, dem Handstand und einem Rad. Zudem wird noch die Ausführung beimSeilhüpfen bewertet.
Zur Prüfung der Kraftfähigkeit werden drei Tests durchgeführt. Das Hängen am Seil bleibt bestehen. Hinzu kommen Sprünge über die Langbank und das Beinhochhalten im Sitz.
Der Judo-Bereich wird mit zunehmendem Alter ebenfalls erweitert. Die Midis zeigen zwei
Wurftechniken in unterschiedliche Richtungen, eine Befreiung aus einem Haltegriff und
abschließend einen Angriff gegen die Bankposition. Diese 12-stufige Testbatterie ist nicht nur
umfangreicher als die Mini-Testung, sondern altersgemäßer und somit nochmals aussagekräftiger.
Dieser Testung stellten sich nachfolgende 13 Judoka: Lena Riedel, Megan Navarro, Felia Silber,
Nathaniel Nitzsche, Rosalie Jahnke, Carla Rehpenning, Luka Hanf, Vincenzo De Simone, Nevio
Brand, Gianluca Laurendi, Enno Pörtner, Milan Lombardo und Ava Kleinhubbert.
Allesamt zeigten gute Leistungen. Besonders hervorzuheben sind die drei, die über 85% Testerfüllung nachweisen
konnten: Ava, Carla und Vincenzo.

Die letzte Stufe der Vielseitigkeitstestung ist mit der Maxi-Testung (9-13 Jahre) erreicht. Diese
Testung ist am umfangreichsten und differenziertesten. Tests werden in den Bereichen
Koordination, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Judo durchgeführt.
Im Koordinationsblock wird das Turnen um Handstand-Abrollen, sowie ein Rad auf der schwächeren Seite ergänzt. Zur Kraftüberprüfung wird der Schlussweitsprung, die Plank und die beiden individuellen Tests
Monkeys und Indianer durchgeführt.
Die Ausdauerleistungsfähigkeit wird mittels eines vereinfachten Drehtest gecheckt, während die Beweglichkeit der Beininnenseite und Beinrückseite an der Wand getestet wird.
Der Judobereich wird um die dritte Wurfrichtung, einen Angriff aus
eigener Rückenlage und dem Lösen der Beinklammer ergänzt. Dieser großen Testung stellten
sich 12 Judoka. Diese waren: Luka Riedel, Dominik Pörtner, Mariella Theuer, Kaito Heberlein, Ben
Hördt, Feodora Schönfelder, Lorena Augustin, Jonas Herrmann, Leyla Jovinda, Anni Kratkai,Chiara De Simone und Estelle Hobrack.
Die gezeigten Leistungen stellten die Trainer zufrieden und beweisen den guten Ausbildungsstand der Hemsbacher Judoka. Besonders hervorzuheben sind bei der Maxi-Testung: Kaito, Feodora, Lorena und Anni, welche 85% und mehr als Ergebnis
erzielten.

Im Nachgang an den Vielseitigkeitstest lud die Judo-Abteilung zum Sommerfest
ein. Auf der Rasenfläche neben dem Dojo fand das Ganze statt. Der Vergnügungsausschuss unter der Führung von Svenja Kaiser hat sich einmal mehr selbst übertroffen. Für das leibliche Wohl wurde gegrillt und Getränke bereitgestellt.
Jeder Gast brachte zusätzlich wahlweise Salat, Fingerfood oder Kuchen mit, sodass
ein buntes Buffet angeboten werden konnte.
Beim Verzehr der Leckereien konnte sich unter einander ausgetauscht werden
und gemeinsam Zeit verbracht werden. Spannend waren nicht nur die Gespräche
über das Training und das Verhalten bzw. die Entwicklung der Kinder, sondern auch
die Unterhaltungen über den Trainingsalltag hinaus. Erziehung und Schule geben
Eltern immer eine super Basis sich auszutauschen.
Bei diesen Unterhaltungen spürt man immer wieder, dass ein Verein mehr ist als nur das tägliche Training. Es geht um Zusammenhalt und Gemeinschaft, welche sich bei solchen Events immer besonders
zeigt. Dieses Vereinsleben wird im BCH durch mehrere Events im Jahr gepflegt.
Für die Kinder waren die beiden Hüpfburgen sicher das Highlight. Aber nicht nur
das wurde organisiert. Zusätzlich wurde Wikingerschach gespielt, Dosenwerfen und
Dosenschießen angeboten und das klassische Groß gegen Klein Fußballspiel
durchgeführt. Fangspiele, Wurfspiele mit Heuler und Stelzenlaufen hat bei allem nicht
gefehlt. Es war ein rundum gelungener Vereinstag mit viel Freude und guter Stimmung.

