Doppelter Wettkampftag für BC Hemsbach

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 Am 20.06.26 wurde in Schwetzingen ein Doppel-Wettkampf ausgetragen. Zum einen wurde vormittags die Bezirksmeisterschaft u11 abgehalten und anschließend für die u13 und u15 das Ernst-Fränznick-Gedächtnisturnier durchgeführt. Die Judoka des BC Hemsbach nahmen an beiden Veranstaltungen teil und erreichten verschiedenste Resultate.


Zu den Bezirksmeisterschaften muss erwähnt werden, dass es ein verändertes Wettkampfsystem gibt, welches im Vergleich zum Vorjahr, einen deutlich härteren Einstieg für die jungen Kämpfer bedeutet. Letztes Jahr wurden die Kinder gewichtsnah in Vierergruppen eingeteilt. Innerhalb der Vierergruppen wurde jeder gegen jeden gekämpft. Aufgrund der Tatsache, dass es im Judo zwei Drittplatzierte gibt, ging jedes Kind später mit Medaille nach Hause.
Auf diese Weise war ein softer Turniereinstieg gewährleistet.
Mit der Veränderung gibt es nun feste Gewichtsklassen und die Teilnehmerzahl ist nicht mehr begrenzt. So fanden sich die jungen Kids oft Wettkampflisten mit bis zu 16 Teilnehmern gegenüber. Gleichzeitig gibt es für das härtere System weniger Belohnung. Selbst siebt Platzierte, die vier Kämpfe gemacht haben, bekommen keine Urkunde für ihre Leistung.     
Vom BC Hemsbach stellten sich diesem veränderten System Ian Gorski, Lucas Schmitt Castillo, Timofey Kukushkin, Luka Riedel und Klara Willberger.
Für Ian und Lucas war es die erste Turnierteilnahme überhaupt. Beide waren aufgeregt und mussten sich überwinden zum Kampf auf die Matte zu gehen. Ihre Gegner waren deutlich erfahrener und sorgten somit für ein frühes Turnieraus.
Ihre Vereinskamerad Timofey hat schon ein paar Turniere besucht und kannte daher das Geschehen. Trotzdem hatte auch er ein hartes Los und musste sich im ersten Kampf geschlagen geben. Erfreulich war, dass er seine Chance in der Hoffnungsrunde nutzen konnte. Hier siegte er mit einem Wurf zur Gegenseite für welchen er einen Yuko erhielt. Diesen brachte er klug über die Zeit. Im zweiten Hoffnungsrundenkampf lief er unaufmerksam in einen Wurf und gab einen Yuko ab. Dieser Yuko sorgte für die Entscheidung des Kampfes. Mit der zweiten Niederlage im Turnier ist man nach neuem System aus dem Wettbewerb ausgeschieden.
Von den Jungs am weitesten gekommen ist Luka Riedel. Er hatte auch eine 16er-Liste vor der Brust und konnte seinen Auftaktkampf mit Ippon-seoi-nage gewinnen. Im zweiten Kampf traf er auf den späteren Turniersieger, welchem er sich beugen musste. In der Hoffnungsrunde kombinierte Luka klug von Ippon-seoi-nage zu O-soto-gari und erzielte damit einen mächtigen Ippon. Im nächsten Hoffnungsrundenkampf kämpften sowohl Luka als auch sein Karlsruher Konkurrent beherzt doch keiner konnte eine Wertung erzielen. Am Ende stand somit ein Kampfrichterentscheid an. Hier sahen die Unparteiischen den Karlsruher stärker und entschieden gegen Luka. Durch die zweite Turnierniederlage landete der Hemsbacher etwas unglücklich auf dem siebten Platz.
Den Abschluss machte Klara Willberger. Sie erwischte eine Dreiergruppe, in welcher jede gegen jede gekämpft wurde. Im ersten Kampf hatte Klara klar das Nachsehen und musste sich geschlagen geben. Im zweiten Kampf zeigte sie eine deutliche Steigerung und kämpfte taktisch klug. Leider hat sie eine kleine Wertung unnötig abgegeben, welche sie den Kampf kostete. Dadurch landete sie schließlich auf Rang drei.
Beim Ernst-Fränznick-Gedächtnisturnier gingen in der u13 Anni Kratkai und Lorena Augustin und in der u15 Kaito Heberlein und Joshua Knoblauch an den Start.  
Anni machte den Anfang und hatte insgesamt vier Kämpfe. Ihren ersten Kampf verschlief die Hemsbacherin und wurde am Boden abgehebelt. Im zweiten Kampf kontrollierte sie die Begegnung durch den Griffkampf und siegte per Tomoe-nage. Im dritten und vierten Kampf erlebte Anni Kämpfe auf Messers Schneide. Sie konnte Wertungen erzielen, musste aber auch Wertungen abgeben. Insgesamt landete sie auf Platz drei. Weiter ging es mit Lorena. Sie hatte zwei Begegnungen und ging aus beiden siegreich hervor. Im ersten Kampf traf sie einmal mehr auf ihre Dauerkonkurentin von Phoenix Albtal. Hier siegte sie nach kurzem hin und her mit O-soto-otoshi. Im zweiten Kampf ging sie durch Tai-otoshi in Führung und nutzte den Übergang zum Boden. Hier konnte sie durch Kesa-gatame den vorzeitigen Sieg holen.
Mit zwei Siegen ging sie als Siegern des Gedächtnisturniers hervor. In der u15 machte Kaito Heberlein den Anfang. Kaito musste dreimal zum Kampf auf die Matte. Im ersten Kampf zeigte er ein kontrolliertes Vorgehen und siegte am Ende per Konter durch O-soto-gaeshi. Im zweiten Kampf zeigte Mentalität und ging durch Ippon-seoi-nage siegreich hervor, nachdem er anfangs eine Wertung gegen sich hinnehmen musste. Im Finale überraschte ihn sein Gegner mit einem Armhebel am Boden, wodurch der Hemsbacher zur Aufgabe gezwungen war. Mit Silber um den Hals, war das vergebene Finale schnell vergessen.
Zum Schluss ging Joshua ins Rennen. Er hatte zwei Kämpfe und gewann beide durch seine Spezialtechnik Uchi-mata und einen anschließenden Übergang zum Boden. Im ersten Kampf war es ein Übergang zum Armhebel, während es im zweiten Kampf ein Übergang zur Festhalte war. Mit seinen beiden souveränen Siegen durfte sich Joshi verdient über die Gold-Medaille freuen.