Hemsbacher Judoka zeigen ihr Können

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Am Samstag, den 21.03., fand in Hessen der Rimbach Pokal statt. Der BC Hemsbach war mit sechs Startern in den Altersklassen U13 und U15 vertreten. Den Auftakt machte an diesem Tag die U13 mit den vier Hemsbacher Kämpfern Pablo, Anni, Lorena und Marie. 

     Pablo eröffnete das Turnier für Hemsbach. Für ihn war es sein aller erstes Turnier und damit eine ganz neue Erfahrung. Er erwischte von allen Hemsbachern die vollste Gruppe, mit acht weiteren Kontrahenten. In seinem ersten Kampf traf er direkt auf den späteren Turniersieger, der kurzen Prozess machte und Pablo mit einem O-goshi auf den Rücken warf. Dabei verletzte sich der Hemsbacher leicht und beendete aus Sicherheitsgründen das Turnier vorzeitig.

     Fast zeitgleich wurden Anni und Lorena zu ihren Kämpfen aufgerufen. Anni, die erst seit knapp einem Jahr Judo betreibt, verfügt im Vergleich zu vielen ihrer Gegnerinnen noch über weniger Wettkampferfahrung. Das hielt sie jedoch nicht davon ab, ruhig und selbstbewusst auf die Matte zu gehen. In ihrem ersten Kampf traf sie direkt auf eine sehr erfahrene Athletin aus dem Hessenkader. Unbeeindruckt setzte Anni die zuvor mit ihrer Trainerin besprochene Taktik um und versuchte, ihre Gegnerin mit einem Tomoe-nage zu überraschen. Dieser Versuch misslang jedoch, sodass sie den Kampf abgeben musste. Hochmotiviert ging sie in die nächste Begegnung, in der ihr der Tomoe-nage hervorragend gelang und sie als Siegerin von der Matte ging. Auch im dritten Kampf zeigte sie eine nahezu identische Leistung und sicherte sich mit zwei Siegen aus drei Kämpfen einen starken zweiten Platz.

Lorena zählt im Hemsbacher Team bereits zu den „alten Hasen“ und konnte ihre große Turniererfahrung auch in Rimbach unter Beweis stellen. Als Linkskämpferin stellte sie ihre Gegnerinnen vor ungewohnte Herausforderungen. Bereits im ersten Kampf profitierte sie davon, da ihre Gegnerin nicht wie gewohnt greifen konnte und Lorena blitzschnell konterte. Im zweiten Kampf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Wertungen. Lorena ging durch einen Konter im Stand in Führung und baute diese am Boden weiter aus. Gegen Ende wurde es noch einmal spannend, als ihre Gegnerin einen Yuko erzielte und den Rückstand verkürzte. Dennoch brachte Lorena die Führung souverän über die Zeit und zog ins Finale ein. Dort dominierte sie klar, warf ihre Gegnerin nach wenigen Sekunden und sicherte sich anschließend mit einem Haltegriff den Sieg. Damit holte sie verdient die Goldmedaille und bestätigte ihre starke Entwicklung im vergangenen Jahr.

Marie Hein startete in der Gewichtsklasse über 52 kg und hatte drei Kämpfe zu bestreiten. In ihrem ersten Kampf lag sie lange zurück, kämpfte jedoch unermüdlich weiter und drehte die Begegnung in letzter Sekunde zu ihren Gunsten. Auch ihr zweiter Kampf ging über die volle Distanz. Beide Athletinnen erzielten jeweils einen Yuko, ehe Marie erneut kurz vor Schluss die entscheidende Wertung gelang und sie sich den Sieg sicherte. Im letzten Kampf ging sie mit einem Waza-ari in Führung, verpasste jedoch zunächst die Chance, den Kampf am Boden vorzeitig zu beenden. Unbeeindruckt davon setzte sie im Stand nach und erzielte einen weiteren Waza-ari, womit sie sich souverän die Goldmedaille sicherte.     

In der u15 gingen Joshua Knoblauch und Lewis Bischler an den Start. Für Lewis war es ebenfalls das erste Turnier – und direkt in der anspruchsvollen Altersklasse U15 einzusteigen, ist keine leichte Aufgabe. Mutig stellte er sich der Herausforderung, musste sich jedoch in allen vier Kämpfen geschlagen geben. Besonders schwer hatte er es, da sich gleich zwei Athleten aus dem Hessenkader in seiner Gruppe befanden. 

Den Abschluss machte der erfahrene Joshua Knoblauch, der in einer Dreiergruppe antrat. In seinem ersten Kampf wurde sein Uchi-mata-Ansatz zunächst gekontert, sodass er in einem Haltegriff landete. Mit großem Einsatz konnte er sich jedoch befreien und selbst einen Haltegriff ansetzen, der ihm den Sieg brachte. Im zweiten Kampf entwickelte sich ein intensives Duell, in dem Joshua die aktiveren Aktionen zeigte. Gegen Ende erzielte er einen Waza-ari und zwang seinen Gegner anschließend mit einem Armhebel zur Aufgabe.